Trojaburg
 
 
03-04-10 10:50 Alter: 11 Jahr/e

Besinnliches zum Ostara-Fest

VON: DK

Sprüche aus arischem Weistum


Er ist der Gott in allen Weltenräumen,
Vordem geboren und im Mutterleibe;
Er ward geboren, wird geboren werden,
Ist in den Menschen und allgegenwärtig.

Umwandelnd alle Wesen, alle Welten,
Umwandelnd alle Gegenden und Pole,
Drang er durch zu der Ordnung Erstgebornem,
Ging ein mit einem Selbste in das Selbst er.

Vájasaneyi-Samhita XXXII,4,11

Nachdem schon tausenfach vormals
In Mutterschößen ich geweilt,
genoß ich mancherlei Nahrung
Und trank schon manche Mutterbrust.
Geboren ward ich, starb wieder
Und wurde stets geboren neu.

Garba-Upanishade

Die Wesen all beim Weltenend`gehn ein in meine Urnatur,
Bricht dann ein neu Weltalter an, dann schaffe ich sie wieder neu.
Fußend auf meiner Urnatur schaff´ich sie neu und wieder neu,
Die ganze Schar der Wesen hier, streng nach dem Willen der Natur.

Bhagavadgita

Ein Fünklein außerm Feuer, ein Tropfen außerm Meer,
Was bist du doch, o Mensch, ohn´deine Wiederkehr ?
Die Ewigkeit ist uns so innig und gemein, wir woll´n gleich oder nicht,
wir müssen ewig sein.
Mensch, stirbest du nicht gern, so willst du nicht dein Leben,
das Leben wird dir nicht als durch den Tod gegeben.

Angelus Silesius

Der Wiederauferstehungsglaube des christlichen Osterfestes ist nichts anderes, als eine Adaption der alten arischen Wiedergeburtslehre die sich am reinsten in den indischen Veden und Upanishaden erhalten hat. Eine späte Form dieses Jahreszeiten- und Sonnenkultes hat sich im römischen Sol Invictus Glaube, abgeleitet aus dem ario-persischen Mithras-Kult, entwickelt, aus dem die christliche Kirche ihren Geburtstag Christi am 25. Dezember entlehnte.
Spuren der arischen Glaubensvorstellungen finden sich in späterer Zeit vor allem in den Schriften und Predigten der christlichen Ketzer (Meister Eckhardt, Angelus Silesius). Viele der bei den Germanen mit dem Ostara-Fest als Feier des wiederkehrenden Frühlings verwendeten Bräuche sind noch heute Bestandteil des Osterfestes, z.B. der Hase und die Ostereier als Symbole der Fruchtbarkeit.

Literatur:

Wüst / Schrötter: Tod und Unsterblichkeit

Adolf Holl: Die Ketzer

Die Feste der Germanen

 

 


2884 Leser
 

© 2013 Parzifal Gestaltung: Druckfahne Medien. Template Idee: ChocoTemplates.com